Schlafapnoe wird oft nur als ein Problem der Atemwege oder des Gewichts betrachtet, doch aus faszialer Sicht steckt dahinter oft eine massive, systemische Enge im Bereich des Halses, des Kiefers und des Zwerchfells. Wenn wir schlafen, entspannt sich unsere Muskulatur – das ist ein natürlicher Prozess. Wenn jedoch die myofaszialen Strukturen, die unsere Atemwege offen halten sollten, verklebt oder durch chronische Spannung verkürzt sind, kollabiert das Gewebe im Rachenraum viel leichter. Als jemand, der selbst mit Schlafapnoe zu tun hat, weiß ich, dass eine CPAP-Maske zwar die Symptome lindert, aber nicht die Ursache der körperlichen Enge behebt. Um wirklich wieder frei atmen zu können, müssen wir die faszialen Ketten befreien, die unsere Belüftung von den Füßen bis zum Zungengrund steuern.
Tipps rund um die Fasziengesundheit
Schlafapnoe & Fasziale Enge: Besser atmen nachts
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Rückenschmerz & Bandscheibe: Fokus Faszientherapie
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Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme gehören zu den häufigsten Volksleiden unserer Zeit, doch die herkömmlichen Therapieansätze greifen oft zu kurz. Viele Betroffene hangeln sich von einer passiven Behandlung zur nächsten – von der Massage über die Spritze bis hin zur Physiotherapie – ohne eine langfristige Besserung zu erfahren. Der entscheidende Schlüssel liegt in der Kombination aus gezieltem Faszien-Release und einer systematischen Medizinischen Trainingstherapie (MTT). Es reicht nicht aus, nur die Muskulatur zu kräftigen oder nur das Gewebe zu lockern. Um die Wirbelsäule dauerhaft zu entlasten und Bandscheiben wieder in ihre natürliche Pufferfunktion zu bringen, müssen wir das gesamte myofasziale System als funktionelle Einheit betrachten und aktiv trainieren.
Kiefer & Becken: Fasziale Fernwirkung erklärt
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Es mag auf den ersten Blick überraschend klingen, doch Dein Kiefergelenk (TMJ) und Dein Becken stehen in einer direkten, faszialen Wechselbeziehung. In der Osteopathie und Faszientherapie sprechen wir oft von der sogenannten Kiefer-Becken-Schaukel. Das bedeutet: Spannungen im Kieferbereich, oft ausgelöst durch Zähneknirschen oder Stress, übertragen sich über fasziale Ketten unmittelbar auf den Beckenboden und die Hüftmuskulatur – und umgekehrt. Wer unter chronischen Rückenschmerzen, ISG-Blockaden oder Beckenschiefstand leidet, findet die Lösung oft nicht nur im unteren Rücken, sondern in der Entspannung der Kaumuskulatur. Diese Verbindung ist so stark, dass eine Korrektur im Kiefer oft eine sofortige Verbesserung der Beweglichkeit in der Hüfte bewirken kann.
Narbenfaszien & Verklebungen: Unsichtbarer Schmerz
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Eine Narbe ist weit mehr als nur ein optisches Überbleibsel einer Verletzung oder Operation. Aus faszialer Sicht ist eine Narbe ein massiver Eingriff in das dynamische Spannungsnetzwerk des menschlichen Körpers. Während gesundes Fasziengewebe durch eine gitterartige, elastische Struktur und eine hohe Gleitfähigkeit besticht, gleicht Narbengewebe einem starren, ungeordneten Flicken, der die natürliche Kommunikation und Beweglichkeit der Gewebeschichten unterbricht. Besonders viszerale Narben im Bauchraum – wie sie nach Blinddarm-Operationen, Kaiserschnitten oder komplexen Eingriffen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen entstehen – können weitreichende biomechanische Folgen haben. Sie wirken wie ein permanenter, unnachgiebiger Ankerpunkt, der das umliegende Fasziensystem unter Dauerspannung setzt und Schmerzen an völlig anderen Körperstellen wie dem unteren Rücken, der Hüfte oder sogar im Nackenbereich auslösen kann.




