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schmerzende Schulter
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Schulterschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen im Laufe ihres Lebens betrifft. Ob durch plötzliche Verletzungen, chronische Überlastung oder altersbedingte Abnutzungen – Schulterschmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Doch was sind die genauen Ursachen und wie kannst du ihnen effektiv vorbeugen oder sie behandeln? In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um deine Schulterschmerzen in den Griff zu bekommen und deine Schultergesundheit zu fördern. Entdecke die besten Strategien, um Schulterschmerzen zu vermeiden und lerne, welche Behandlungsmöglichkeiten dir zur Verfügung stehen.

Die häufigsten Ursachen von Schulterschmerzen

Verletzungsbedingte Schulterschmerzen

Unfälle, Stürze oder sportliche Aktivitäten führen häufig zu akuten Schulterschmerzen. Typische Verletzungen sind Prellungen, Zerrungen, Sehnenrisse oder Frakturen. Solche Verletzungen entstehen oft durch plötzliche, unkontrollierte Bewegungen oder heftige Krafteinwirkungen auf die Schulter. Besonders Sportarten wie Tennis, Handball oder Klettern bergen ein hohes Risiko für Schulterverletzungen. Verletzungsbedingte Schulterschmerzen äußern sich meist durch starke Schmerzen, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter. In vielen Fällen ist eine schnelle ärztliche Untersuchung notwendig, um den Schaden zu diagnostizieren und die passende Therapie einzuleiten.

Überlastung und Fehlhaltungen

Schulterschmerzen entstehen häufig durch Überlastung oder Fehlhaltungen im Alltag. Menschen, die lange am Schreibtisch sitzen oder monotone Bewegungen ausführen, leiden oft unter Schulterbeschwerden. Durch eine ungünstige Haltung wird die Muskulatur einseitig belastet, was zu Verspannungen und Schmerzen führen kann. Auch wiederholte, einseitige Bewegungen wie das Heben schwerer Lasten oder ständiges Arbeiten über Kopf strapazieren die Schultern. Um Überlastung und Fehlhaltungen zu vermeiden, solltest du regelmäßig Pausen einlegen, deine Haltung überprüfen und auf ergonomische Arbeitsbedingungen achten.

Altersbedingte Ursachen und chronische Erkrankungen

Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Sehnen und Bänder ab, und die Gelenke nutzen sich ab. Erkrankungen wie Arthrose, bei der der Gelenkknorpel allmählich abgebaut wird, oder eine Kalkschulter (Tendinosis calcarea) können zu chronischen Schulterschmerzen führen. Diese Erkrankungen entwickeln sich oft langsam über Jahre hinweg und können ohne entsprechende Behandlung zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und Schmerzen führen. Auch entzündliche Erkrankungen wie Rheuma betreffen oft die Schultergelenke und verursachen dauerhafte Beschwerden.

Prävention von Schulterschmerzen: So bleibst du schmerzfrei

Übungen und Dehnungen zur Vorbeugung

Regelmäßige Übungen und Dehnungen können helfen, Schulterschmerzen vorzubeugen und die Schultergesundheit zu erhalten. Besonders wichtig sind Übungen, die die Muskulatur im Schulter- und Nackenbereich stärken und Verspannungen lösen. Hier sind einige effektive Übungen, die du in deinen Alltag integrieren kannst:

  • Kreisende Schulterbewegungen: Führe deine Schultern langsam und kontrolliert in kreisenden Bewegungen nach vorne und hinten. Diese Übung lockert die Muskulatur und fördert die Durchblutung.
  • Dehnübungen für den Nacken und die Schultern: Setze dich aufrecht hin und neige deinen Kopf langsam zur Seite, bis du eine Dehnung spürst. Halte diese Position für etwa 20 Sekunden und wechsle dann die Seite.
  • Kräftigungsübungen: Übungen wie Liegestütze, Schulterdrücken oder das Arbeiten mit Widerstandsbändern stärken die Schultermuskulatur und verbessern die Stabilität des Gelenks.
  • Yoga und Pilates: Diese Trainingsformen beinhalten viele Übungen, die die Beweglichkeit der Schultern fördern und Verspannungen lösen können.

Indem du regelmäßig solche Übungen durchführst, stärkst du die Muskulatur rund um das Schultergelenk, verbesserst deine Körperhaltung und verhinderst Verspannungen und Schmerzen.

Arbeitsplatzgestaltung und Haltungstipps

Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz ist entscheidend, um Schulterschmerzen vorzubeugen. Achte darauf, dass dein Stuhl und Schreibtisch auf die richtige Höhe eingestellt sind, sodass du in einer entspannten, natürlichen Haltung arbeiten kannst. Dein Monitor sollte auf Augenhöhe sein, um eine krumme Haltung zu vermeiden. Außerdem ist es wichtig, regelmäßig kurze Pausen einzulegen, um die Schultern zu entlasten und Verspannungen zu vermeiden. Dehnübungen und kurze Spaziergänge während der Arbeit können helfen, die Schulterpartie zu lockern und die Durchblutung zu fördern.

Behandlungsmöglichkeiten für Schulterschmerzen

Konservative Behandlungsmethoden: Von Physiotherapie bis Schmerzmittel

Die meisten Schulterschmerzen lassen sich durch konservative Behandlungsmethoden gut in den Griff bekommen. Zu den häufigsten Ansätzen gehören:

  • Physiotherapie: Spezielle Übungen und Techniken helfen dabei, die Beweglichkeit zu verbessern, die Muskeln zu stärken und Schmerzen zu lindern. Ein Physiotherapeut kann dir ein individuelles Programm erstellen, das auf deine speziellen Beschwerden zugeschnitten ist.
  • Medikamentöse Behandlung: Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen sowie entzündungshemmende Medikamente können kurzfristig helfen, die Schmerzen zu reduzieren. Sie sollten jedoch nicht langfristig ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden.
  • Manuelle Therapie: Durch gezielte Massage- und Mobilisationstechniken können Verklebungen und Verspannungen gelöst und die Durchblutung gefördert werden.
  • Elektrotherapie und Ultraschall: Diese Methoden kommen häufig in der Physiotherapie zum Einsatz und können dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und den Heilungsprozess zu unterstützen.

Konservative Methoden sollten immer die erste Wahl bei der Behandlung von Schulterschmerzen sein. Sie sind schonend, risikoarm und können in den meisten Fällen sehr effektiv sein.

Operative Eingriffe: Wann sind sie notwendig?

In bestimmten Fällen, wenn konservative Methoden keine ausreichende Linderung bringen oder bei schweren Verletzungen wie einem Rotatorenmanschettenriss, kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Eine Operation sollte jedoch immer als letzter Ausweg betrachtet werden. Mögliche Eingriffe umfassen die Arthroskopie, bei der beschädigtes Gewebe entfernt oder repariert wird, oder den Gelenkersatz bei schweren Fällen von Arthrose. Dein Arzt wird dich ausführlich beraten, welche Methode in deinem Fall am besten geeignet ist.

Schulterprobleme
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Alternative Heilmethoden und Hausmittel gegen Schulterschmerzen

Neben der klassischen Schulmedizin gibt es auch zahlreiche alternative Heilmethoden und Hausmittel, die Linderung verschaffen können:

  • Akupunktur: Diese Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zielt darauf ab, Energieblockaden zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.
  • Wärme- und Kälteanwendungen: Wärmepflaster oder heiße Bäder entspannen die Muskulatur und fördern die Durchblutung, während Kältepackungen Schwellungen und Entzündungen lindern können.
  • Kräuter und ätherische Öle: Einreibungen mit Arnika, Johanniskraut oder ätherischen Ölen wie Pfefferminze oder Eukalyptus können schmerzlindernd wirken.
  • Hausmittel: Entspannungsübungen, Meditation oder sanfte Massagen mit Hausmitteln wie Kokosöl oder Olivenöl können helfen, die Beschwerden zu lindern.

Diese alternativen Ansätze können ergänzend zu den konservativen Behandlungsmethoden eingesetzt werden und bieten oft eine sanfte, natürliche Möglichkeit, Schulterschmerzen zu lindern.

Das kannst du gegen Schulterschmerzen tun

Schulterschmerzen können aus verschiedenen Gründen auftreten, von akuten Verletzungen über chronische Überlastung bis hin zu altersbedingten Erkrankungen. Um Schmerzen vorzubeugen, solltest du auf eine gute Körperhaltung achten, regelmäßig Übungen zur Stärkung und Dehnung der Schultermuskulatur durchführen und deinen Arbeitsplatz ergonomisch gestalten. Wenn du bereits unter Schulterschmerzen leidest, stehen dir eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, von konservativen Methoden wie Physiotherapie und Medikamenten bis hin zu alternativen Ansätzen wie Akupunktur und Hausmitteln. Es ist wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen und die richtige Behandlung für deine individuelle Situation zu wählen.

Jetzt aktiv werden und Schulterschmerzen vorbeugen!

Beginne noch heute mit einfachen Übungen und einer besseren Arbeitsplatzgestaltung, um Schulterschmerzen vorzubeugen. Wenn du bereits Beschwerden hast, zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und die für dich passende Behandlung zu finden. Deine Gesundheit liegt in deinen Händen – werde aktiv und sorge dafür, dass deine Schultern schmerzfrei und beweglich bleiben!

Über den Autor

Ulrich Pötter

Ulrich Pötter

( Gründer & CEO )

Der Autor Ulrich Pötter ist staatlich anerkannter Therapeut, Präventionsexperte und seit über 25 Jahren in der Branche aktiv tätig. Er hat neben den FASZINIEREND Praxen fünf Bildungsakademien gegründet, bei denen er auch heute noch Direktor/CEO ist. Mehr als 20.000 Absolventen aus ganz Europa haben bisher seine Lehrgänge besucht und seit vielen Jahren ist er zudem exklusiver Ausbildungspartner bei der KLETT-Gruppe, Deutschlands führender Fernschulen, und gibt dort seine langjährige Erfahrung & Expertise in den Bereichen Faszien, Wirbelsäule, Schmerzen, Therapie, Medical Fitness, MTT, Massage, Wellness, Ernährung und Prävention an Interessierte Menschen und Therapeuten weiter.