Das Schulter-Arm-Syndrom (SAS) ist in der modernen Orthopädie oft eine Verlegenheitsdiagnose, ein Sammelbecken für Beschwerden, die irgendwo zwischen dem Nacken und den Fingerspitzen auftreten. Wenn es im Gelenk hakt, der Arm nachts einschläft oder das bloße Anheben einer Kaffeetasse zum stechenden Hindernis wird, ist das System aus dem Gleichgewicht geraten.
In meinen Praxen in Hohen Neuendorf und Berlin behandeln wir täglich Patienten, die eine Odyssee an Spritzen und Schmerzmitteln hinter sich haben. Mein Ansatz ist anders: Wir suchen nicht nur dort, wo es wehtut, sondern dort, wo die mechanische Ursache liegt. Die Schulter ist das mobilste Gelenk des Körpers – und genau diese Freiheit macht sie so anfällig für fasziale Restriktionen.


